Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) führt ab 2027 schrittweise Kartenzahlung ein, bis 2030 soll Kartenzahlung flächendeckend möglich sein. Der Tiroler Landtag hat diesen Kurs am 30. September 2026 einstimmig unterstützt.
Während hier der Verkehrsverbund und die politischen Akteure an einem Strang ziehen, um das Angebot laufend zu erneuern, sieht die Welt in Innsbruck ganz anders aus. JVP-Stadtobfrau Sophia Quirchmair hatte zuletzt auf das Problem aufmerksam gemacht, dass in Innsbrucks Öffis seit 2020 kein direkter Ticketkauf mehr möglich ist. Sie forderte ein Pilotprojekt für kontaktloses Bezahlen (Tap and Go) in Bussen und Straßenbahnen. Die IVB zeigen sich bislang nicht bereit, dem Wunsch nach einer niederschwelligen Kartenzahloption nachzukommen.
"Das Land zeigt, wie es geht. In Innsbruck bewegt sich wenig, während der Rest Tirols vorangeht", sagte Gerber. "Wenn der Verkehrsverbund Tirol mit klarer politischer Rückendeckung eine Kartenzahlung einführen kann, stellt sich schon die Frage, warum das bei den mehrheitlich im Eigentum der Stadt stehenden IVB nicht möglich sein soll.“
"Wenn die IVB weiter Uneinsichtigkeit bei diesem Thema zeigt, muss die Stadtregierung eine Lösung herbeiführen. Unsere Meinung ist klar: Wenn im Rest von Tirol bargeldloses Zahlen möglich wird, muss das auch für die Landeshauptstadt Innsbruck gelten.", so Quirchmair abschließend.

