Appler neuer ÖVP-Stadtparteiobmann in Innsbruck

Die ÖVP stellte sich am heutigen Stadtparteitag personell und strategisch neu auf.

VP-Klubobmann Christoph Appler wurde am Montag Abend beim außerordentlichen Stadtparteitag der Innsbrucker Volkspartei auf der Villa Blanka in Anwesenheit von Landesparteiobmann LH Günther Platter, BM a.D. Margarete Schramböck und zahlreichen Ehrengästen mit 89,21 % der Delegiertenstimmen zum neuen Stadtparteiobmann gewählt. Seit 2007 hatte VBM Franz X. Gruber die Funktion des Stadtparteiobmannes inne, jetzt trat er nicht mehr zur Wahl an. Bereits seit Jänner dieses Jahres war Christoph Appler als geschäftsführender Obmann für die Stadtpartei tätig.

„Ich möchte mich herzlichst bei den Delegierten bedanken, die mir breites Vertrauen für die kommenden vier Jahre entgegengebracht haben. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit einem starken Team für die Menschen in unserer Stadt arbeiten zu dürfen. Dieses Wahlergebnis ist ein starkes Signal für die Geschlossenheit unserer Partei. Wir gehen gestärkt, geeint und optimistisch in die Zukunft. Die nächsten Aufgaben für das neue Team warten schon. Wir werden alles daran setzen bei der kommenden Nationalratswahl im September ein gutes Ergebnis für Sebastian Kurz in Innsbruck zu erzielen, danach starten wir einen umfangreichen Erneuerungsprozess“, so Appler nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses.

LH Günther Platter stellte sich nach der Wahl als erster Gratulant beim frisch gewählten Stadtparteiobmann ein: „Die Tiroler Volkspartei hat den Anspruch, auch in Innsbruck eine starke und führende Rolle zu spielen. Das heutige Ergebnis für Christoph Appler und sein Team ist ein großer Vertrauensbeweis, aber auch ein Auftrag, die Innsbrucker Volkspartei wieder als breite bürgerliche Kraft zu verankern.“

„Mit dieser Personalentscheidung legt die Volkspartei den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft. Die erste Bewährungsprobe für Christoph und sein Team gibt es im Herbst. Bei der Nationalratswahl brauchen wir die volle Unterstützung der Innsbrucker Volkspartei und den Einsatz jedes Einzelnen, um den erfolgreichen Weg für Österreich fort zu setzen“, blickte die Tiroler Bundesministerin a. D. Margarete Schramböck in ihrem Statement am Parteitag schon in Richtung Nationalratswahl.

Zu Stellvertretern von Christoph Appler wurden die Studentin ÖH-Funktionärin Karoline Angerer mit 69,85%, der Unternehmer Franz Jirka mit 74,26% und Kultur-Fachreferentin Birgit Winkel mit 86,03% gewählt.

Neben den Stellvertretern wurde auch das Referenten-Team im Parteivorstand gänzlich neu aufgestellt. Einstimmig wählten die Delegierten Gemeinderat Johannes Anzengruber zum Finanzreferenten, die Lehrerin Anna-Marie Thurau zur Frauen- und Familienreferentin, den Studenten Arno Discher zum Jugendreferent, Stadtparteigeschäftsführer Peter Pock zum Medienreferent, Rechtsanwalt Hanns Forcher-Mayr zum Seniorenreferent sowie die Zentralbetriebsrätin der RLB Tirol und AK-Tirol-Vorstandsmitglied Doris Bergmann zur Referentin für Arbeit und Leben.

Die bewährten Finanzprüfer Steuerberater Florian Schuster und Ehrenstadtparteiobmann Rudolf Warzilek wurden in ihren Funktionen bestätigt.

"Ich möchte allen, die mich in den letzten Jahren so tatkräftig in meiner Arbeit unterstützt haben, recht herzlich Danke sagen. In Zukunft gilt meine ganze Kraft meiner Arbeit in der Innsbrucker Stadtregierung. Ich werde nach dem Stadtparteitag gemeinsam mit Christoph Appler und seinem Team die Übergabe meines Regierungsamtes festlegen“, so der scheidende Stadtparteiobmann VBM Franz X. Gruber zuvor in seinem Bericht.

Neben den personellen Weichenstellungen beschlossen die Delegierten auch eine strategische Neuausrichtung. Den Erneuerungsprozess der Stadtpartei präsentierte Christoph Appler beim Tagesordnungspunkt Leitantrag, der unter dem Motto „Zukunft.Innsbruck - Volkspartei bewegt“ stand.

„Unser erklärtes Ziel, ist es die Innsbrucker Volkspartei zur Bürgerpartei in den Köpfen der Menschen zu verankern. Bei den Problemen der Bürgerinnen und Bürger anpacken und die Weiterentwicklung unserer Stadt vorantreiben. Die Innsbrucker Volkspartei muss wieder unumstritten die Heimat des bürgerlichen Lagers in der Tiroler Landeshauptstadt sein. Um dieses Ziel zu erreichen starten wir einen aufwendigen Prozess“, definiert Appler das Ziel der Stadtpartei.

In den nächsten Monaten werde daher die Partei, in entsprechenden Formaten, in den Dialog nach Innen und Außen treten, um sich noch stärker den Themen unserer Bürgerinnen und Bürgern zu widmen, kündigte Appler an: „Gemeinsam wollen wir ein Leitbild für die Zukunft unserer Partei gestalten, welches inhaltlich und strukturell die Weichen für die Zukunft eines bürgerlichen Innsbrucks stellt. Diese Stadtperspektiven werden wir nicht nur im Frühjahr in einem Leitbild beschließen, sondern werden als laufender Dialog weitergeführt und in unsere Parteistruktur implementiert.“

Innsbruck sei eine Stadt der bürgerlichen Mitte und die ÖVP werde Ihre Zukunft und Heimat sein, stellte Appler in seiner Rede fest und meinte: „Es reicht nicht mit dem Rad durch die Stadt zu fahren, nett zu winken und auf bürgerlich zu machen. Wenn man im gleichen Atemzug sagen muss, dass einem der große Wurf, ja in Wahrheit eine ganze Idee für die Stadt fehlt und die eigenen Leute jede Woche neue, linke Utopien in die Welt setzen. Wir sind die einzige wahre Heimat des bürgerlichen Lagers und unser Anspruch bei der nächsten Gemeinderatswahl muss es sein, wieder die stimmenstärkste Partei  in dieser Stadt zu werden.“

Christoph Appler ist der siebte Stadtparteiobmann in der Geschichte der Innsbrucker Volkspartei.

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